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Apis Regina - Osmose
Für ihre Ausstellungen konstruiert Bärbel Rothhaar immer wieder Bienenkästen, die, entweder ganz aus Glas oder ausgestattet mit Sichtfenstern, den Besuchern ermöglichen, die Bienen beim Überbauen von Objekten zu beobachten.
Eine dieser Installationen war Teil des Ausstellungsprojekts Osmose in einer Berliner Kleingartenkolonie. Im Zentrum der Beiträge verschiedener Künstlerinnen und Künstler stand die Auseinandersetzung und Synthese zwischen Kunst und Natur, unter den Bedingungen einer Großstadt.
Das Gartenhaus der Künstlerin wurde in ein Bienenlaboratorium verwandelt, das es den Besuchern erlaubte, einen Versuchsaufbau der Künstlerin aus nächster Nähe und über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Innerhalb des Bienenstocks war eine Wachsabformung des Gesichts der Künstlerin an zentraler Stelle angebracht, umgeben von tagebuchartigen Aufzeichnungen von Träumen. Im Verlauf von sechs Wochen wurde das Gesicht von den Bienen langsam überbaut und die Aufzeichnungen zernagt, um Platz für neue Waben zu schaffen.
Kennzeichnend für diese Arbeit ist es, dass die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Raum bewusst in Frage gestellt werden. Wenn man ein Bienenvolk als Superorganismus betrachtet, erhält der Blick in sein Inneres die gleiche Intimität wie der in das Innere eines menschlichen Körpers. Das Öffnen ihrer privaten Räume und zugänglich machen intimer Aufzeichnungen gleicht einem Selbstversuch. Ein Teil der eigenen Intimsphäre wird der Öffentlichkeit ausgesetzt und zugleich einem Verwandlungsprozess unterworfen. |
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